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Was, wenn man den Kopf nicht freikriegt?

Die Arbeit im Homeoffice bietet Vor- und Nachteile. Viele schätzen es, auf den Arbeitsweg verzichten zu können, der Stress mit sich bringt und Zeit kostet. Aber: Räumliche Distanz zwischen Arbeit und Freizeit birgt auch Vorteile – die im Homeoffice verschwinden.

Die klare Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben ist einer der wichtigsten Faktoren damit Homeoffice gut funktioniert, wie eine Studie des Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT aus April 2020 ergab. Klar: Die eine E-Mail noch eben schnell zu beantworten, kann verlockend sein, wenn das Arbeitsgerät nebenan steht. Aber so endet der Arbeitstag nie. Was also tun, damit man nach getaner Arbeit den Kopf freikriegt?

Ende definieren

Vielleicht am wichtigsten und keineswegs selbstverständlich ist es zu definieren, wann die Arbeit getan ist. Dafür kann es durchaus angeraten sein, sich für die entsprechende Uhrzeit einen Termin im Kalender anzulegen, oder einen Alarm einzustellen. Oder Sie nutzen die Pomodoro-Technik, um Ihren Arbeitstag sinnvoll in konzentrierte Arbeitsphasen und Pausen einzuteilen.

Das Grundprinzip der Pomodoro-Technik ist simpel: Phasen konzentrierter Arbeit wechseln sich ab mit regelmäßigen kurzen und längeren Pausen. So soll es möglich sein, produktiver zu arbeiten.

Rituale

Ersetzen Sie den Arbeitsweg durch ein festes Ritual, um den Kopf freizukriegen: Einmal um den Block gehen, oder ein längerer Spaziergang oder vielleicht sogar Sport? Wenig ist effektiver, um de Arbeitsstress abzuschütteln.

Verabreden

Ein guter Tipp von academicwork.de: Termine setzen – natürlich nicht für die Arbeit, sondern für Verabredungen mit Freunden oder der Familie.

Triff dich beispielsweise mit einer Freundin zum Mittagessen, gehe nach Feierabend mit deinen Kindern auf den Spielplatz oder verabrede dich für einen Kochabend mit Freunden.

Das kann in Corona-Zeiten natürlich auch ein Zoom-Call sein. Oder ein Telefonat. Hauptsache eine Verabredung im privaten Kontext.

Titelbild: Simon Migaj on Unsplash

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Was du gibst, macht dich nicht ärmer: Informationen teilen

Digitales Arbeiten verändert jeden einzelnen Prozess grundlegend. Das gilt auch für die vielen kleinen Momente „zwischen“ dem Arbeiten, die für das Arbeiten aber eigentlich so wichtig sind: Das kurze Gespräch im Flur oder in der Teeküche? Entfällt. Das Rüberrufen zum benachbarten Arbeitsplatz? Nicht mehr möglich. Der Gang in die andere Abteilung? Schwierig …

Bei all diesen Kommunikationsakten fließt Wissen durch Ihre Organisation. Mitarbeiter aktualisieren ihre Wissensbestände um Information, von der sie noch gar nicht wissen, wann sie sie brauchen. Und wenn sie sie brauchen und anwenden, wissen sie möglicherweise gar nicht mehr, woher sie sie hatten. Das kann die Ansprechpartnerin für das Thema XY sein, die zu finden sonst einen halben Vormittag an Nachfragen erfordert hätte. Oder die Logindaten für diese eine Intranetseite…

Vorteile und Nachteile

Digitales kollaboratives Arbeiten ist eigentlich prädistiniert für das Teilen von Information; in der Praxis zeigt sich aber oft, dass seine Vorteile zugleich seine Nachteile sein können:

Digitales Wissen ist archivierbar und damit auch durchsuchbar und wiederauffindbar, es kann gegebenenfalls sofort in eine next action überführt werden. Es ist aber auch für alle Mitarbeiter präsent, erfordert Aufmerksamkeit, verdrängt ältere Nachrichten im Channel oder Chat und kann kommentiert und folglich auch kritisiert werden. Das kann ein Hemmnis sein, insbesondere für neuere oder junge Mitarbeiter. 

Worauf es ankommt

  • Legen Sie in Slack oder Teams oder dem Tool Ihrer Wahl einen eigenen Channel für Ihr Team an, wo Informationen, Neuigkeiten, Wissen eingespeist werden können und machen Sie klar: Hier passiert Brainstorming, es können keine Fehler gemacht werden und Kritik ist hier fehl am Platz.
  • Schwören Sie Team und Abteilung auf den Grundsatz ein, dass es wünschenswert ist, Information zu teilen. Es gibt nicht zuviel Information!
  • Definieren Sie Prozesse zum Umgang mit Informationen: Wer macht was bis wann?

Titelbild von Kyle Glenn auf Unsplash