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Was du gibst, macht dich nicht ärmer: Informationen teilen

Digitales Arbeiten verändert jeden einzelnen Prozess grundlegend. Das gilt auch für die vielen kleinen Momente „zwischen“ dem Arbeiten, die für das Arbeiten aber eigentlich so wichtig sind: Das kurze Gespräch im Flur oder in der Teeküche? Entfällt. Das Rüberrufen zum benachbarten Arbeitsplatz? Nicht mehr möglich. Der Gang in die andere Abteilung? Schwierig …

Bei all diesen Kommunikationsakten fließt Wissen durch Ihre Organisation. Mitarbeiter aktualisieren ihre Wissensbestände um Information, von der sie noch gar nicht wissen, wann sie sie brauchen. Und wenn sie sie brauchen und anwenden, wissen sie möglicherweise gar nicht mehr, woher sie sie hatten. Das kann die Ansprechpartnerin für das Thema XY sein, die zu finden sonst einen halben Vormittag an Nachfragen erfordert hätte. Oder die Logindaten für diese eine Intranetseite…

Vorteile und Nachteile

Digitales kollaboratives Arbeiten ist eigentlich prädistiniert für das Teilen von Information; in der Praxis zeigt sich aber oft, dass seine Vorteile zugleich seine Nachteile sein können:

Digitales Wissen ist archivierbar und damit auch durchsuchbar und wiederauffindbar, es kann gegebenenfalls sofort in eine next action überführt werden. Es ist aber auch für alle Mitarbeiter präsent, erfordert Aufmerksamkeit, verdrängt ältere Nachrichten im Channel oder Chat und kann kommentiert und folglich auch kritisiert werden. Das kann ein Hemmnis sein, insbesondere für neuere oder junge Mitarbeiter. 

Worauf es ankommt

  • Legen Sie in Slack oder Teams oder dem Tool Ihrer Wahl einen eigenen Channel für Ihr Team an, wo Informationen, Neuigkeiten, Wissen eingespeist werden können und machen Sie klar: Hier passiert Brainstorming, es können keine Fehler gemacht werden und Kritik ist hier fehl am Platz.
  • Schwören Sie Team und Abteilung auf den Grundsatz ein, dass es wünschenswert ist, Information zu teilen. Es gibt nicht zuviel Information!
  • Definieren Sie Prozesse zum Umgang mit Informationen: Wer macht was bis wann?

Titelbild von Kyle Glenn auf Unsplash