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Risikogruppen

Risikogruppe auf dem Abstellgleis oder Innovationstreiber?

Die Corona-Krise hat uns alle beeinträchtigt. Mich als Angehörige der Risikogruppe – aufgrund der Einnahme imunsupressiver Medikamente – aber vielleicht noch etwas mehr als andere.

Während des Lockdown fanden sich viele Menschen plötzlich im Homeoffice wieder und mussten sich neue Arbeitsformen aneignen. Einigen fiel das leicht, anderen eher nicht. Nun kehren die meisten nach und nach an ihre Arbeitsplätze zurück. Angehörige der Risikogruppe tun sich damit aber oftmals schwer.

Das frustrierende Gefühl der Nutzlosigkeit

Auf Twitter las ich neulich von einer Person, dass sie seit März vom Arbeitgeber freigestellt ist und nicht an den Arbeitsplatz zurückkehren darf, weil das Risiko einer Erkrankung zu hoch sei. Die Person litt darunter, weil sie zwar bezahlt wurde, aber keinerlei Arbeit dafür leisten konnte. Plötzlich ist man aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung auf dem Abstellgleis gelandet. Und die Freude über einen fürsorglichen Arbeitgeber, der einen schützt, weicht irgendwann dem frustrierenden Gefühl der Nutzlosigkeit.

Wenn ich in einer solchen Situation wäre, würde ich die Zeit nutzen, um Möglichkeiten zu finden mich auch von Zuhause aus beruflich einzubringen, oder mir eine alternative Beschäftigungsmöglichkeit suchen. Das kann eine berufliche Veränderung sein, oder eine ehrenamtliche Tätigkeit, die ich problemlos ausüben kann.

Coaching für Mitglieder von Risiko­gruppen

Sie sind Mitglied einer so genannten Risikogruppe, weil Sie an einer chronischen Krankheit leiden, oder aus anderen Gründen? Gerne unterstütze ich Sie dabei, Gespräche mit Ihrem Arbeitgeber oder Ihren Kollegen vorzubereiten, damit Sie Ihr Arbeitsleben nach Ihren Bedürfnissen ausgestalten können.

Risikogruppe = Innovationstreiber

Wenn sie von Vorgesetzten gefördert werden, erweisen sich Angehörige der Risiko­gruppe sogar als Innovations­treiber in ihren Unter­nehmen.

An anderen Stellen erlebe ich, dass gerade die Beschäftigten der Risikogruppe besonders aktiv und kreativ werden, wenn es darum geht Arbeit neu zu organisieren und zu gestalten. Sie investieren Zeit und Mühe darin, neue digitale Formate zu finden, mit denen sie ihre Aufgaben bewältigen können und sie tragen diese in die Unternehmen hinein.

So wie eine Bekannte, die sich nicht vorstellen kann, bald wieder als Trainerin zu arbeiten und sich in Windeseile Video- und Schnitttechnik angeeignet hat um tolle E-Learning Angebot zu erstellen. In einem Unternehmen, das vorher nur Präsenzkurse kannte. Die neuen Angebote sind für das Unternehmen von großem Wert, weil sie jederzeit verfügbar sind und somit neue Kundengruppen erschlossen werden können. Meine Bekannte kann sich ohne Kontakt zu großen Gruppen trotzdem ihrer Leidenschaft – der Fortbildung von Menschen – widmen.

Wenn sie dann noch von Vorgesetzten gefördert werden, erweisen sich Angehörige der Risikogruppe sogar als Innovationstreiber in ihren Unternehmen.

Titelbild: Image by Pete Linforth from Pixabay

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