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Coaching auf Distanz – geht das überhaupt?

Das Corona-Virus hat die Arbeitswelt vieler innerhalb kürzester Zeit verändert – auch meine. Coaching, das war für mich bis dahin vor allem ein Präsenzformat. Lediglich konkrete Gesprächsvorbereitungen habe ich bis vor kurzem schon über Videocalls gemacht. Aber den ganzen Prozess auf Onlineformate umstellen? Darüber hatte ich noch nicht einmal nachgedacht. Doch das Virus hat es zu einer Notwendigkeit gemacht.

Videocalls: kein Ersatz für das Präsenzcoaching

Da ich bereits Erfahrungen darin hatte, Kundinnen und Kunden per Skype z.B. auf Bewerbungsgespräche oder Verhandlungen vorzubereiten, war der naheliegende Gedanke zunächst, meine Coachings vor allem auf Videocalls umzustellen. Man sieht das Gegenüber und hat damit scheinbar die nächstbeste Variante zum persönlichen Treffen. Schließlich sind für den Coach auch immer optische Eindrücke der oder des Coachees wichtig. Mimik und Körpersprache geben mir Aufschluss darüber, wie die Kundin oder der Kunde sich gerade fühlt, wie sie/er das was sie/er sagt wirklich meint.

Außerdem gibt es mittlerweile viele tolle Möglichkeiten wie digitale Whiteboards, Bildschirmteilung und Mindmapping-Tools, um gemeinsam online Sachverhalte zu visualisieren. „Perfekt“, dachte ich. Und ja, gerade die Visualisierungsmöglichkeiten sind gute Helfer im Coachingprozess und ich nutze Sie gerne. Dennoch haben sich inzwischen andere Formate in meiner Coachingpraxis etabliert.

Es stellte sich schnell heraus, dass die Sichtbarkeit des meines Gegenübers nur ein mittelmäßiger Ersatz für die Nähe im Präsenzcoaching war – an einigen Stellen sogar eher hinderlich. Vor allem aus folgenden Gründen

  • man kann sich in Videocalls nicht in die Augen sehen,
  • man sieht immer nur einen kleinen Bildausschnitt des Gegenübers,
  • nicht zu Letzt kommt es auch darauf an, dass der Kunde die Technik beherrscht.

Telefoncoachings: Erstaunlich effizient

Zuerst aus der “Not” heraus, weil die Technik nicht so wollte wie ich, begann ich mit Telefoncoachings. Diese erwiesen sich als erstaunlich effizient. Was mir an visuellen Eindrücken fehlt, wird sehr gut durch eine hohe Konzentration auf die Stimmlage und Ausdrucksweise der Kundin/des Kunden ersetzt. Ich war erstaunt zu bemerken, dass diese Sinnesreduktion sogar von Vorteil sein kann, da ich mich auf einen Wahrnehmungskanal konzentrieren kann.

Die Ergebnisse stehen denen der Präsenzcoachingergebnisse in der Qualität in nichts nach.

Da man telefonisch nun mal schlecht mit Visualisierungen arbeiten kann, nahm ich flankierend E-Mail-Coachings hinzu. Die Kundin, der Kunde erhält per E-Mail von mir Aufgabenstellungen und muss diese bis zu einem bestimmten Termin erarbeiten. Die Ergebnisse können beim nächsten Gespräch weiter bearbeitet werden. Wenn möglich kehre ich an diesem Punkt gerne wieder zum Videocall zurück, denn dann können die Veränderungen gleich gemeinsam angeschaut werden.

Die Mischung machts

Im Lauf der Zeit hat sich also ein Formatemix als erfolgreich erwiesen. Die Ergebnisse stehen denen der Präsenzcoachingergebnisse in der Qualität in nichts nach. So lautet das Fazit vieler meiner Kundinnnen und Kunden.

Haben Sie Interesse an einem Coaching? Ich biete alle meine Coachingformate auch auf Distanz an.

Titelbild von Quino Al on Unsplash

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